Laura Dahlmeier war eine der erfolgreichsten Biathletinnen der Geschichte und starb am 28. Juli 2025 im Alter von 31 Jahren bei einem Bergunfall am Laila Peak im pakistanischen Karakorum. Die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin gewann zwei olympische Goldmedaillen, eine Bronzemedaille sowie sieben WM-Titel, bevor sie sich 2019 aus dem Leistungssport zurückzog und dem Bergsport widmete. Ihr Tod durch Steinschlag auf rund 5.700 Metern Höhe erschütterte den deutschen Sport nachhaltig.
Wer war Laura Dahlmeier?
Geboren wurde sie am 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen, tief verwurzelt im alpinen Umfeld des Wettersteingebirges. Schon als Kleinkind stand sie auf Skiern, mit neun Jahren probierte sie erstmals Biathlon, mit zwölf entschied sie sich endgültig für die Kombination aus Skilanglauf und Schießstand. Trotz ihrer für den Spitzensport eher kleinen Statur von 1,62 Metern überzeugte sie früh durch außergewöhnliche Ausdauer und schießtechnische Präzision.
| Kategorie | Angabe |
|---|---|
| Geboren | 22. August 1993, Garmisch-Partenkirchen |
| Verstorben | 28. Juli 2025, Laila Peak, Karakorum, Pakistan |
| Sportart | Biathlon, später Berglauf und Alpinismus |
| Olympische Medaillen | 2× Gold, 1× Bronze (Pyeongchang 2018) |
| WM-Medaillen | 7× Gold, 3× Silber, 5× Bronze |
| Weltcup | Gesamtweltcupsiegerin 2016/17, 20 Einzelsiege |
Der Weg von Laura Dahlmeier an die Weltspitze des Biathlons
Ihr Debüt im Weltcup gab die Bayerin in der Saison 2012/13, und schon kurz darauf sorgte sie in Nové Město für Aufsehen: In der tschechischen Stadt fuhr sie ihren ersten Weltcupsieg im Sprint ein – ein Ergebnis, das die Fachwelt aufhorchen ließ. 2014 folgte die erste Olympiateilnahme in Sotschi, damals noch ohne Medaille, aber mit deutlich erkennbarem Potenzial.
Der eigentliche Durchbruch kam 2015 bei der Weltmeisterschaft im finnischen Kontiolahti. Dort holte die Nachwuchsathletin Gold mit der Staffel und Silber in der Verfolgung – der Startschuss für eine Karriere, die sich in den folgenden Jahren zur Ausnahmeerscheinung entwickelte.
Rekordjahr 2016/17
In der Saison 2016/17 lieferte sie eine der dominantesten Spielzeiten ab, die der Biathlonsport je gesehen hat. Sie sicherte sich den Gesamtweltcup und holte bei der Weltmeisterschaft gleich fünf Goldmedaillen – ein Rekordwert, den zuvor keine Athletin erreicht hatte. Diese Saison gilt bis heute als eine der stärksten Einzelleistungen in der Geschichte dieser Wintersportdisziplin.
Die Sensation von Pyeongchang 2018
Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang krönte sie ihre Laufbahn endgültig: Sie gewann sowohl den Sprint als auch die Verfolgung – als erste Frau überhaupt, der dieses Doppel bei denselben Winterspielen gelang. Zusätzlich sicherte sie sich Bronze im Einzelrennen. Insgesamt stehen am Ende ihrer aktiven Karriere zwei olympische Goldmedaillen, eine Bronzemedaille, sieben WM-Goldmedaillen, drei WM-Silbermedaillen und fünf WM-Bronzemedaillen sowie zwei Disziplinenweltcup-Titel zu Buche.
Rückzug vom Leistungssport und die neue Passion Bergsport
Im Mai 2019 verkündete die damals 25-Jährige überraschend früh ihren Rückzug vom aktiven Wettkampfsport. Statt Schießstand und Skispur widmete sie sich fortan intensiv dem Berglauf und dem Alpinismus – Disziplinen, die für sie weniger Wettkampf, sondern vielmehr persönliche Freiheit und Naturverbindung bedeuteten. Sie sammelte in den folgenden Jahren zunehmend Erfahrung im hochalpinen Gelände, unter anderem in den Dolomiten, und entwickelte sich zu einer respektierten Bergsteigerin.
Der tödliche Unfall am Laila Peak
Seit Ende Juni 2025 hielt sie sich im Karakorum-Gebirge in Pakistan auf. Am 28. Juli 2025 brach sie gemeinsam mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss den nächtlich begonnenen Aufstieg zum 6.096 Meter hohen Laila Peak wegen eines Wetterumschwungs ab. Beim Abstieg im alpinen Stil – also mit minimaler Ausrüstung und ohne Expeditionslogistik – wurde sie auf etwa 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen und tödlich verletzt.
Das Management bestätigte den Tod am 30. Juli 2025. Nach Einschätzung der Rettungskräfte, gestützt auf einen Hubschrauber-Überflug und die Schilderung der Seilpartnerin zur Schwere der Verletzungen, war von einem sofortigen Tod auszugehen. Eine Bergung des Leichnams erwies sich als nicht realisierbar: Das extreme Gelände hätte Retter einem zu hohen Risiko ausgesetzt. Hinzu kam ein persönlicher Wunsch der Sportlerin – sie hatte für einen solchen Fall verfügt, ihren Leichnam nicht bergen zu lassen. Im September 2025 unternahm man auf Wunsch der Familie einen weiteren Bergungsversuch, der ebenfalls erfolglos blieb.
Reaktionen und Vermächtnis
Die Nachricht löste tiefe Trauer aus – in der Sportwelt genauso wie in der Politik. Weggefährtinnen, Weggefährten und Funktionäre würdigten sowohl ihre sportlichen Leistungen als auch ihre bodenständige, direkte Art. In ihrer Heimatstadt wurde ihr zu Ehren der örtliche Kurpark in „Laura-Dahlmeier-Park“ umbenannt – ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr die Region mit ihr verbunden blieb.
Ihre sportliche Bilanz bleibt auch Jahre nach dem Karriereende beeindruckend: eine Ausnahmeathletin, die den deutschen Biathlon über Jahre mitgeprägt hat und deren Geschichte weit über den Sport hinaus in Erinnerung bleibt.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie alt wurde Laura Dahlmeier?
Laura Dahlmeier wurde 31 Jahre alt. Sie kam am 28. Juli 2025 bei einem Bergunfall am Laila Peak im Karakorum-Gebirge in Pakistan ums Leben.
Welche Erfolge feierte Laura Dahlmeier im Biathlon?
Sie gewann zwei olympische Goldmedaillen und eine Bronzemedaille bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang sowie sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen bei Biathlon-Weltmeisterschaften. Zusätzlich sicherte sie sich den Gesamtweltcup der Saison 2016/17.
Warum wurde der Leichnam von Laura Dahlmeier nicht geborgen?
Das Gelände am Unfallort auf rund 5.700 Metern Höhe war für Rettungskräfte extrem gefährlich. Zudem hatte Dahlmeier selbst für einen solchen Fall verfügt, dass ihr Leichnam nicht geborgen werden solle.
Was machte Laura Dahlmeier nach ihrem Rückzug aus dem Biathlon?
Nach ihrem Karriereende im Mai 2019 widmete sie sich dem Berglauf und dem Alpinismus und war bis zu ihrem Tod aktiv im Hochgebirge unterwegs, unter anderem in den Dolomiten und im Karakorum.
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